AAM 2026: Wenn Technik auf Licht trifft — Sehner und Luxam in Philadelphia
12. Februar 2026
Wir freuen uns, bekannt zu geben, dass Katharina Sehner (Sehner Precision Display Cases) und Daphnée Hocquard (Luxam) einen Poster Talk während der AAM 2026 in Philadelphia leiten werden.
Designing with Light: Integrating Display Case Engineering and Illumination
Dieser Poster Talk beleuchtet, wie eine frühzeitige Abstimmung zwischen Vitrinenbau und Lichtplanung zentrale Aspekte musealer Gestaltung maßgeblich verbessern kann – von Klimastabilität und Konservierung bis hin zu Energieeffizienz und Besucherführung.
Fallstudien zeigen, wie präzise Ingenieursarbeit und sorgfältig choreografiertes Licht Hand in Hand gehen, um sowohl den Schutz der Exponate als auch ihre narrative Wirkung zu stärken.
Ein wertvoller Austausch für alle, die Ausstellungen mit Weitblick, Funktionalität und Eleganz gestalten. Klarheit, Sicherheit und gestalterische Zurückhaltung – sie bilden die Basis jeder guten Vitrine.
Dieser Talk macht sichtbar, wie technische Präzision zu einem gestalterischen Werkzeug wird.
Folgen Sie uns für Eindrücke vom Messegeschehen und Einblicke hinter die Kulissen!
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In den Wochen vor der AAM 2026 teilen wir ein exklusives Interview mit Katharina Sehner – über technische Zusammenarbeit, internationale Museumsprojekte und was „Präzision“ heute bedeutet.
Q
Worauf freuen Sie sich bei der AAM 2026 in Philadelphia am meisten?
A
Weil Vitrinen und Licht unmittelbar beeinflussen, wie Objekte wahrgenommen werden.
Wenn sie zu spät eingebunden werden, reagiert man nur noch, anstatt aktiv zu gestalten. Werden wir frühzeitig einbezogen, können wir konservatorische Anforderungen, Storytelling, Raumgestaltung und Licht zu einer stimmigen Gesamtlösung verbinden.
Das spart langfristig Zeit und führt zu einem ausgewogeneren und nachhaltigeren Ergebnis.
Q
Was hat das Las-Vegas-Projekt zu einem so starken Beispiel für das Zusammenspiel von Engineering und Licht gemacht?
A
Das Projekt in Las Vegas hat deshalb so gut funktioniert, weil Engineering und Licht von Anfang an als integriertes System gedacht wurden. Objekte, Architektur und Lichtkonzept wurden im engen Dialog entwickelt – nicht in getrennten Schritten.
Dadurch konnten wir sehr präzise arbeiten – technisch, aber auch emotional – und eine Präsentation schaffen, die für die Besucher mühelos wirkt, obwohl im Hintergrund viel Komplexität steckt.
Q
Warum ist es wichtig, Vitrinendesign und Lichtplanung von Beginn eines Ausstellungsprojekts an einzubeziehen?
A
Weil Vitrinen und Licht unmittelbar beeinflussen, wie Objekte wahrgenommen werden.
Wenn sie zu spät eingebunden werden, reagiert man nur noch, anstatt aktiv zu gestalten. Werden wir frühzeitig einbezogen, können wir konservatorische Anforderungen, Storytelling, Raumgestaltung und Licht zu einer stimmigen Gesamtlösung verbinden.
Das spart langfristig Zeit und führt zu einem ausgewogeneren und nachhaltigeren Ergebnis.
Q
Was bedeutet „Präzision“ in Ihrer Arbeit bei Sehner – über die technischen Aspekte hinaus?
A
Präzision bedeutet für uns nicht nur Maßtoleranzen oder technische Feinheiten. Es geht ebenso darum, genau zuzuhören, die kuratorische Intention zu verstehen und sie in eine konkrete Lösung zu übersetzen.
Präzision heißt auch Respekt – gegenüber dem Objekt, dem Kunden und dem handwerklichen Anspruch hinter jedem Detail. Ich selbst komme aus dem technischen und praktischen Bereich, deshalb ist für mich die Verbindung von Denken und Machen besonders wichtig.
Präzision heißt Respekt – gegenüber dem Objekt, dem Auftraggeber und dem handwerklichen Anspruch in jedem Detail. Aus meiner eigenen handwerklichen Praxis heraus ist mir diese Verbindung von Denken und Machen besonders wichtig. Katharina Sehner
Q
Wie würden Sie die Zusammenarbeit zwischen Sehner und Luxam beschreiben?
A
Die Zusammenarbeit mit Luxam ist sehr offen und von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Wir sprechen die gleiche Sprache, wenn es um Qualität und Detailliebe geht – und fordern uns gleichzeitig auf konstruktive Weise heraus.
Im Zentrum steht immer die Erfüllung höchster konservatorischer Anforderungen. Diese Dynamik führt zu besseren Lösungen, weil Technik und Licht nicht nacheinander, sondern gemeinsam entwickelt werden.
Q
Welche Trends beobachten Sie derzeit in internationalen Museumsprojekten – und wie reagiert Sehner darauf?
A
Wir sehen einen starken Fokus auf Flexibilität, Nachhaltigkeit und langfristige Nutzbarkeit. Museen wünschen sich Lösungen, die sich über die Zeit anpassen lassen, ohne an Qualität zu verlieren.
Gleichzeitig wächst die Sensibilität für Materialität, Licht und Atmosphäre. Sehner reagiert darauf mit modularen Systemen, langlebigen Materialien und einer noch engeren Zusammenarbeit mit Partnern bereits in frühen Planungsphasen.
Q
Nachgefragt- was inspiriert Sie persönlich – innerhalb oder außerhalb des Engineerings?
A
Mich inspirieren Dinge, die Funktion und Emotion verbinden – sei es ein handwerklich hervorragend gefertigtes Möbelstück, eine durchdacht gestaltete Ausstellung oder die Art, wie Licht einen Raum verändert.
Mein Hintergrund im Handwerk und im Engineering sowie internationale Erfahrungen haben mich gelehrt, neugierig und offen zu bleiben. Inspiration entsteht oft an unerwarteten Orten – besonders dann, wenn man sich Zeit nimmt, genau hinzusehen.